Eine Ilumio-Geschichte

Im Jahr 2015 besuchte ich einen Schmuckworkshop im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig.

Wie so oft, hatte ich genaue Ideen und sehr filigrane Skizzen zu Fingerringen gezeichnet. Ich liebe Ringe und wurde 2006 auf einer Studienreise um Prof. Dr. A. de Toro (mit dem Ziel der Recherchen für unsere Abschlussarbeiten) auf einem Ausflug in die Silberstadt Taxco inspiriert. Hier gab es viele tolle Spielringe, die höchst filigran und mit interaktiven Elementen gefertigt waren.

Seltsamerweise fiel mir das Bearbeiten von Metall sehr schwer. Nach einer halben Stunde mit der Metallsäge war ich höchsten 3 mm vorangekommen. Und meine Finger taten schon weh.

Die freundliche Kursleiterin wurde umzingelt von allen Teilnehmern, die alle ihre Fragen  hatten. Und es gab einen kleinen nervigen Jungen, der sich immer vordrängelte und die wertvollen, teils gefährlichen, Geräte einfach nahm und damit wegrannte. Die geduldige Dame hatte also alle Hände voll zu tun.

Ich hätte noch ewig warten können oder selbst vordrängeln, bis ich dran gekommen wäre; so viel Geduld hatte ich nicht.

Ich fand eine einfache Kupferschale und nahm eine Ballpunze und schlug dort voller Ärger hinein. Es war sehr laut und stressabbauend und die Konkavität der Schale wurde immer tiefer. Demzufolge kam mir die Idee aus der Verzweiflung und Wut heraus und einfach so aus meiner Hand.

Ich liebe ja Licht und habe eine große Lampensammlung zu Hause. Daher kam mir die Idee, noch verschieden kleine Löcher in die Schale zu bohren, in Form von Sternbildern bzw. Tierkreiszeichen. Dazu musste ich also noch Lichttechnik in die Schale bringen.

Das ging im Museum natürlich noch nicht; ich begab mich in Spezialmärkte und kaufte mir entsprechende Geräte und Materialien. Gerätefunktionen erlernen und Geräte umrüsten waren dann eine neue Herausforderung.

Innerhalb eines Tages war dann mein Ilumio Jewel Schmuck beleuchte, wie Zauberei.

Und die Austern?
Bei einem Abendessen im künstlerischen Restaurant Ping-Ping in Leipzig, aßen wir eine Auster. Mein Mann schlug vor, doch diese mal für meine Ilumio Jewels auszuprobieren, da hier schon eine Konkavität von Natur gegeben war. > Und das klappte super! Ich liebe die welligen Austern der Sorte Fines de Claire oder die leicht grünlichen und signierten Austern von Gillardeau. Ich finde auch schöne Exemplare bei Tsarskaya, Ancelin und Huitres de Normandie.

Der markanteste Unterschied zwischen den Ilumio Jewels in Metall und Austern ist die unterschiedliche Leuchtkraft: total opak oder teilweise transparent. > Beide haben ihren Reiz.

Mein Gehirn überfällt mich täglich mit neuen Ideen, welche ich zuallererst in meinen Projektbüchern bewahre!

Time to come …